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WIRKUNG VON DÜFTEN
- Wie nehmen wir Gerüche eigentlich wahr?
- Naturreine ätherische Öle wirken auch unterbewußt ...
- Die antibakterielle Wirkung ätherischer Öle

"Limbisches System"
Das Riechhirn hat einen direkten Zugang zum Hypothalamus und limbischen
System im Gehirn - wichtige Zentren für Gefühle, Emotionen, Triebe.
Das ist mit der Grund, weshalb mit Duftreizen Stimmungen und
Befindlichkeiten beeinflußt werden, Hormone verändert oder Gefühle wie Zu-
und Abneigung erzeugt werden können.
Etwa 30 Millionen Riechzellen besitzt der Mensch. Die größte Gen-Familie im
menschlichen Erbgut ist jene für die Bildung von Riechhirnrezeptoren, an
denen Duftstoffe auf Riechzellen andocken können: Ein Hinweis darauf, wie
wichtig das Riechen für uns Menschen wirklich ist.
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Wie nehmen wir Gerüche eigentlich wahr?
Prof.Dr.Dr.Dr. med.habil. H. Hatt - Lehrstuhl für Zellphysiologie
Ruhr-Universität Bochum Molekulare Prozesse der Duftwahrnehmung-
Vortrag 43.SEPAWA-Kongreß 1996 in Bad Dürkheim
"Wie nehmen wir Gerüche eigentlich wahr? Wie ist es möglich, mehrere tausend verschiedene Gerüche - oft in geringsten Konzentrationen - zu unterscheiden?
Bislang war nur wenig über die zugrundeliegenden Mechanismen bekannt. Die Erforschung der molekularen Prozesse der Geruchswahrnehmung gehört heute zu den größten Herausforderungen in der Sinnesphysiologie. Inzwischen konnten bereits einige wesentliche Komponenten der Signalübertragung aufgeklärt werden. So läßt sich mittlerweile verfolgen, wie ein chemischer Duftreiz in eine elektrische Zellerregung umgewandelt wird.
Die Komplexität der Geruchswelt ist wohl der Hauptgrund für unser bisheriges Wissensdefizit. Wir können unbegrenzt viele Duftstoffe wahrnehmen und mehr als 10.000 lassen sich - selbst in äußerst geringen Konzentrationen - unterscheiden. Der Geruchssinn ist damit außerordentlich spezifisch und sensitiv, in seiner Komplexität am ehesten mit dem Immunsystem zu vergleichen. Der chemische Sinn", wie man den Geruchs- und Geschmackssinn zusammenfaßt, weil beide an chemische Substanzen als stoffliche Überträger gekoppelt sind, ist wahrscheinlich das phylogenetisch älteste Sinnessystem.
Als sich das Leben noch ausschließlich in der Dunkelheit der Ursuppe", also im wässrigen Medium, abspielte, benutzten die Tiere dieses sie umspielende Medium als Träger, um Informationen weiter zu geben. Auf ähnlich direktem Wege arbeitet der Geschmackssinn heute noch. Als die Lebewesen dann ans Land stiegen, wurde die Luft zum Transportmedium für chemische Kommunikation. Sehr schnell hat sich deshalb der Geruchssinn zu höchster Leistungsfähigkeit entwickelt und den Geschmack an Bedeutung übertroffen.
Auch wenn es nur schwer einzusehen ist, so werden z.B. all die Feinheiten einer guten Küche oder eines edlen Tropfen Weins fast ausschließlich mit dem Geruchssinn wahrgenommen, denn schmecken können wir nur, ob etwas salzig, sauer, süß oder bitter ist. Damit läßt sich gerade eine Banane von einer Essiggurke unterscheiden."

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Naturreine ätherische Öle wirken auch, wenn wir sie bewußt nicht
wahrnehmen, zum Beispiel in einer subtilen Ausbringungsdosis...
Prof. Hildebert Wagner (Direktor des Instituts für Pharmazeutische Biologie
an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität)
Besonders gut untersucht sind das Lavendel- und Rosmarinöl. Die anregende Wirkung des Rosmarinöls ist bekannt. In einer Untersuchung an Menschen erhöhte sich nach Inhalation der Substanz die Gefäßdurchblutung, wobei manche der Versuchspersonen schwächer, andere stärker reagierten. Und: Das Öl entfalte seine Wirkung nicht nur über die Nase.
Ließ man gesunde Versuchspersonen sowie Probanden ohne Geruchssinn ("Anosmie") Rosmarinöl einatmen, so zeigte sich, daß dadurch bei beiden Gruppen die Durchblutung des Gehirns gesteigert wurde; die Wirkstoffe gingen auch über die Lunge direkt ins Blut.

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Die antibakterielle Wirkung ätherischer Öle
Dr. Valnet, Pionier der Aromatherapie, beschreibt, daß sich im Fichtenwald von Fontainebleau, einem Waldstück in der Nähe von Paris, fünf Mikrobenkeime in einem Kubikmeter Luft befinden; in einer Pariser Wohnung dagegen 20.000 / cbm und auf einem Teppichboden neun Millionen Krankheitserreger pro qm. (Mikroben sind Kleinstlebewesen wie Bakterien, Viren und Pilze, also potentielle Krankheitserreger.)
Diese Untersuchung zeigt die enorme antiseptische Kraft des ätherischen Öls der Fichtennadeln. Prof. Griffon, Mitglied der französischen, pharmazeutischen Akademie, untersuchte die Reinheit der Luft. Mit Hilfe eines Zerstäubers wurden verschiedene ätherische Öle versprüht. Man bestimmte vorher und nachher die Vitalität der Krankheitskeime.
Bereits nach 30 Minuten ließen sich nur noch vier der ursprünglich 210 verschiedenen Bakterien nachweisen, wobei sämt-liche Schimmelpilze und Staphylokokken-Kulturen vernichtet waren. Ein Beweis von vielen, daß 100 % naturreine ätherische Öle ein vorzügliches Mittel zur Desinfektion der Luft darstellen.)

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